Projekt Wiederinbetriebnahme B218


Vorgeschichte

Der B 218 musste im Frühling 2015 der Wagen aufgrund eines anlässlich des Jahresunterhaltes entdeckten Risses im Rahmen des Drehgestells 1 abgestellt werden. Eine Revision wäre aufgrund des nötigen hohen Aufwandes und den damit verbundenen hohen Kosten nicht in Frage gekommen. Damit musste der Wagen vorerst abgestellt werden.


Ersatzwagen
Das Abstellen des Wagens hiess für uns, 80 Sitzplätze weniger anbieten zu können, was uns schliesslich zur Miete BLS- B 458 bewog. Dieser ist zwar kompatibel, jedoch passt er äusserlich aufgrund der aussenbündigen Türen und dem Blau- Weissen Anstrich nicht in unseren Zug.
Die Bilder unten verdeutlichen die beiden Wagen bzw. deren Unterschiede: Links der B 218 in Grün-Créme und mit Doppeldrehtüren ("Schletztüren"), Rechts der B 458 in Blau-Weiss und mit Aussenschwingtüren.


Ein Lichtblick
Der B 458 zeigte rasch seine Vorzüge durch das lärmsanierte Laufwerk, welches zudem vor wenigen Jahren revidiert wurde.
Genauere Abklärungen ergaben nun, dass die Drehgestelle unter Weiterverwendung von nicht baugleichen Komponenten unter dem B 218 Verwendung finden können.
Durch die Verwendung der Drehgestelle aus dem B 458 kann also der B 218 auf kostengünstige Art sowohl revidiert wie auch lärmsaniert werden.

Laufende und Kommende notwendige Arbeiten
Die Gleitschutzanlage des B458 wurde im Herbst 17 in den B218 eingebaut. Ebenfalls wurden im Oktober 2017 die Drehgestelle mit denjenigen des B 458 getauscht, womit der Wagen (nach Zulassung durch das BAV) wieder in Betrieb stehen kann.
Im Hinblick auf den Tausch der Drehgestelle wurde im Juli 17 definitiv die Rostsanierung angegangen, um den Wagen wenigstens technisch auf gutem Stand zu haben bei der Wiederinbetriebnahme im Winter 17/18...


Schlechte Lackhaftung
Schon bald nach Beginn der Rostsanierung zeigte sich, dass die gesamte Lackschicht in grossen Teilen von Hand abgezogen werden kann, die Grundierung kommt grossflächig zum Vorschein!
Es wird also nötig sein, eine Neulackierung möglichst rasch vorzunehmen oder aber eine "Notlackierung" aufzubringen, was sowohl viel Zeit wie auch Geld kostet. Das Ziel ist ohnehin, die Aussenlackierung unseren beiden zuletzt neu lackierten Fahrzeugen BDe 4/4 II 201 und A 515 gleich zu bringen.
Doch dazu fehlt uns das nötige "Kleingeld"! An diesem Punkt könne Sie uns unterstützen, indem Sie symbolisch Anteile am B 218 erwerben. Die Konditionen dazu finden Sie im Abschnitt "Ihre Unterstützungsmöglichkeiten".


Was macht den Wagen anders als alle Anderen?
Obwohl der Wagen bzw. der Wagenkasten an sich ein "normaler" Einheitswagen 1 (EWI) darstellt sind einige Besonderheiten zu finden, welche nicht viele Wagen aufweisen:
- Damals moderne Senkfenster mit Alurahmen (im Gegensatz zu den üblichen Glasscheiben ohne Rahmen)
- Die Inneneinrichtung kommt durch die dunkle Holzoptik mit dem golden eloxierten Aluminium und den roten Sitzpolstern sehr elegant daher.
- Die Gepäckträger wurden bei der letzten Grossrevision in den 90ern auf Längsausführung geändert, was dem Wagen ein grosszügiges Raumgefühl verleit.
- Nebst der Lüftung mit Warmluftheizung wurden weitere Zuluftventilatoren eingebaut, welche im Sommer zusätzliche, meist kühlere Aussenluft in den Fahrgastraum befördern.

Bereits zu Beginn seiner Einsatzzeit wurde der Wagen meistens im frühen Voralpenexpress zwischen Luzern und St. Gallen bzw. Romanshorn eingesetzt. Der damals gebotene, recht hohe Komfort möchten wir in unserem Zug weiterleben lassen!

Soll- Zustand B 218
Der Soll- Zustand des B 218 soll den bereits bei den BLS AG neu lackierten Fahrzeugen A 515 und BDe 4/4 II 201 entsprechen, wobei der B 218 die Initialen der damaligen Vereinigten Huttwil- Bahnen erhalten soll. Damit wäre dies das einzige Fahrzeug schweizweit, welches an die damalige VHB erinnert!


Kosten, die auf uns zukommen (aktualisiert am 22.11.17)
Eine Erhaltung auf längere Zeit bedingt folgende Investitionen:
- Drehgestellwechsel durch die BLS AG: CHF 20'000.- (Offerte etliches tiefer, jedoch wurden zusätzliche Aufwendungen im Sinne der Revision ausgeführt)
- Gleitschutzeinbau durch VPM: CHF 3'000.- für Ersatz- und Montagematerial
- Rostsanierung durch VPM: CHF 2'000.- für Material und Werkzeug (Arbeiten laufend)
- Neulackierung durch die BLS AG: CHF 40'000.-
- Innenreinigung durch VPM: kleine Beträge für Reinigungsmittel- und Material: CHF 1'000.-

Dies ergibt einen Totalbetrag von rund CHF 66'000.-, wobei rund CHF 25'000.- auf betrieblich notwendige Investitionen zu tätigen sind.

Spendenstand (aktualisiert 30.10.2017/11:50): CHF 7'150.- (Aktionsbeginn 25.07.2017)
Spendenstand

Ihre Unterstützungsmöglichkeiten
Vorerst können wir diesen Brocken nicht alleine stemmen! Helfen Sie uns also mit, damit auch Sie die Reise in diesem historisch nicht ganz unbedeutenden Wagen geniessen können!
- Sie können einen oder mehrere der 80 Sitzplätze erwerben, welcher wir in Absprache mit Ihrem Namen versehen. Der Preis pro Sitzplatz beträgt CHF 100.-.
- Oder möchten Sie lieber symbolisch am Wagenkasten teilhaben? Jeder Zentimeter der total 23,7 Meter Wagenlänge ist für CHF 25.- zu haben! (hier verzichten wir aus historischen Gründen auf ein Anschreiben).
- Selbstverständlch könne Sie mehrere der obgenannten Optionen wählen, auch gemischt.
- Falls Ihnen keiner der oben erwähnten Beträge oder Optionen zusagt können Sie auch einfach einen Freibetrag spenden! Dazu können Sie uns den von Ihnen gewünschten Betrag auf unser Konto mit der IBAN-Nr CH26 0900 0000 6026 5175 4 mit dem Vermerk "B 218" einzahlen. Jeder Rappen zählt und kommt ausschliesslich der Wiederinbetriebnahme und Neulackierung des B 218 zu Gute!
- Sie haben eine weitere Idee für die Finanzierung? Wir sind für fast alles offen! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Wies geht? Einfach untenstehendes Formular ausfüllen und wir werden uns, wenn nötig oder gewünscht, raschmöglichst mit Ihnen in Verbindung setzen.

Unser Dankeschön an Sie
Bei erfolgreicher Finanzierung laden wir Sie gerne zu einer angemessenen Einweihungsfeier ein! Lassen Sie sich überraschen!
Ebenfalls werden wir um eine Spendertafel zur Anbringung im Wagen besorgt sein.
Herzlichen Dank für Ihre zusätzliche Unterstützung zur Erhaltung dieses einmaligen Wagens!

Anzahl Centimeter des Wagenkastens (CHF 50.- / cm):*
Ich wünsche Anzahl Sitzplätze (CHF 100.- / Platz):*
Freie Spende in CHF:*
Falls die Finanzierung nicht zu Stande kommen sollte:*
Bemerkungen:
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E-Mail oder Telefon:*
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Hintergründe

Unser Zug gibt in Insiderkreisen nach wie vor viel Diskussionsstoff. Um unsere Beweggründe für das Erhalten eines Nicht- Original- Emmentalers etwas näher zu bringen sei hier eine Seite erfasst.
Also: Unser Zug ist nicht Original- EBT/SMB/VHB, sondern ehemalig SOB. Kurz zur Geschichte, wie es soweit kam:
Im Hinterland, genauer in Hüswil West war vor einigen Jahren ein Original- Zug abgestellt. Der Zug sei zu haben hat eine Tochter eines nahen Eisenbahnfans erfahren, was das Ganze ins Rollen brachte. Bereits 2007 fand eine erste Fahrt unter der Leitung der Ufhusener Martina und Sigi Egli statt, welche rund um den Napf führte.
Bald stellte sich jedoch heraus, dass ziemlich viel Geld in den Zug gesteckt werden müsste um diesen über längere Zeit betriebsfähig zu erhalten.
Durch Zufall ergab sich die Gelegenheit, einen von den Fahrzeugen her gleichwertigen Zug zu guten Konditionen von der Südostbahn zu übernehmen. Sehr rasch konnte man feststellen, dass der SOB-Zug um einiges besser im Zustand sei als der bisherige. Eigentlich schade, denn wirklich Original wird der SOB-Zug im Emmental nie wirklich sein. Doch:
- Den Durchschnittsreisenden, also unsere Gäste welche uns die Erhaltung überhaupt ermöglichen, interessiert seine Herkunft kaum. Die Erinnerungen werden wach und die Reisen werden genossen!
- Der finanzielle Aufwand hältt sich bisher in kleineren Grenzen, so dass die Erhaltung (noch) durch den Verein allein und natürlich durch den Erlös der Fahrten getragen werden kann.
- Der SOB-Zug konnte aus dem Betrieb in den historischen Betrieb gehen.
- Das historisch wertvollere (wenn auch in der Landschaft weniger auffallende) Design war bereits zu grossen Teilen gegeben. So wandelte sich auch die Farbgebung vom letzten Betriebsbild der damaligen RM in Rot mit weisser Schrift in das damalige Erscheinungsbild in Grün und Créme.

Um das Ganze noch etwas anschaulicher darzustellen hier die Vor- und Nachteile der Züge in einer Übersicht:
Zustand Original- EBT- Zug Zustand heutiger ex- SOB- Zug
Die Fahrzeuge wurden nie Asbestsaniert. Für eine nachhaltige Erhaltung wäre eine Sanierung nötig gewesen. Kosten pro Fahrzeug: über CHF 15'000.- Die SOB- Fahrzeuge wurden nachweislich asbestsaniert.
Der Zustand im allgemeinen war "zu Boden gefahren". Die RM erledigte nur noch die nötigsten Arbeiten, um das Fahrzeug betriebssicher zu halten. Dies nagte jedoch stark an einer guten Substanz! Der Unterhalt wurde bis nahezu zuletzt sauber geführt. Zum Einen war nicht ganz klar, wie lange die Fahrzeuge noch eingesetzt werden und zum Anderen bestanden Verkaufsaussichten, was eine Motivation für guten Unterhalt rechtfertigt!
Die Drehgestelle waren dementsprechend abgefahren und hätten einer kostspieligen Revision (5-6 stelliger Bereich!) unterzogen werden müssen. Die Drehgestelle erhielten im Jahre 2006 die letzte Revision. Auch die Bandagen sind nach wie vor weit genügend und würden die Möglichkeit bieten, eine bis zwei Behandlungen auf dem Radsatzdrehbank auszuführen.
Die EBT baute vor Jahren den angeblich nicht mehr benötigten Führerstand 2 aus. Bei den SOB blieben die Führerstände aufgrund der Bedürfnisse stets in voller Nutzbarkeit.
Die Stirntüre 1 wurde zwecks Verminderung der Zugluft für den Lokführer zugeschweisst. Die Stirntüre 1 wurde lediglich zugeklebt (mittels Silikon) und mechanisch verriegelt. Dies konnte mit recht wenig Aufwand rückgängig gemacht werden. Einzig die Übergangsbleche wurden deutlich sichtbar auf die Aussenseite der Türverschalung verlegt.
Der EBT-Zug bestand aus den Original- Fahrzeugen, welche die markant breiten Doppeldrehfalttüren aufwies. Die SOB- Fahrzeuge besitzen die damals üblichen, eher schmalen Doppeldrehtüren. Damit als einziges Fahrzeug der Triebwagen identisch.
Die Führerstandsfenster wurden im Originalzustand belassen. Die Führerstandsfenster wurden auf neue Schiebefenster mit Alurahmen und Klappoberfenster umgebaut und auch Führerseitig ein Rücksehspiegel eingebaut. Beide Punkte wurden im Herbst 2015 rückgebaut.
Die beiden Scherenstromabnehmer wurden durch einen Einholmpantrographen ersetzt. Die beiden Scherenstromabnehmer wurden durch einen Einholmpantrographen ersetzt.
Der Zug besass bis zuletzt eine einfache Zugsicherung ohne Haltauswertung sowie eine Wachsamkeitsschaltung. Es wäre zwar nach wie vor möglich, den Zug so zu betreiben, doch setzt dies jeweils zwei streckenkundige Lokführer und eine Kosten- und Zeitintensive Risikoanalyse voraus. Eine kostspielige Aufrüstung hätte eine weitere, Zeitintensive Zulassung erfordert. Der SOB- Zug konnte mit folgenden Einrichtungen übernommen werden: Zugsicherung Integra mit Warnungs- und Haltauswertung, Zugbeeinflussung ZUB121, Eurobalisen- Modul ETM S21-M sowie moderne Geschwindigkeitsmess- und Aufzeichnungsanlage METRA. Damit kann unser Zug Einmännig bedient werden, was sowohl die Personalplanung wie auch den Personaleinsatz und die Ausbildung vereinfacht bei gleichzeitig höherer Sicherheit!

Der VPM hofft nun, mit dieser Aufstellung die Verhältnisse und die Beweggründe etwas nachvollziehbar zu machen. Auch wenn es sich nicht um einen Original- Emmentaler Triebwagen (und Zug) handelt, so hoffen wir doch, dass er sich einbürgern lassen kann. Danke für das Verständnis der Eingefleischten. Auch seitens Südostbahn, dass "Ihr" Triebwagen nun kein Südöstler mehr ist.

Als einziges Fahrzeug der Original- EBT hat der ABt 301 bei un bisher überlebt und dient als Materiallager. Falls es uns irgendwann mal langweilig werden sollte UND jemand im Lotto gewinnt ist die Komplettrevision und Wiederinbetriebnahme dieses Fahrzeugs ganz sicher hohe Priorität (nebst einer Einstellhalle). Doch leider mangelt es nach wie vor bei beiden Punkten...

Zwischenwagen B 458 BLS (ausser Dienst)

Der B458 ist eigentlich eine Notlösung, welche jedoch bei unseren Gästen aufgrund der Lärmsanierung sehr rasch guten Anklang gefunden hat. Der Wagen konnte im Frühling 15 erstmal von den BLS für den Whiskytrain und die Frühlingsfahrt gemietet werden und dann erneut auf die Winterfahrt 2015. Da der Wagen per ungefähr dieses Datum ausrangiert und dem Abbruch zugeführt werden sollte konnte dieser gleich in Zell behalten und käuflich übernommen werden.
Wir sind uns bewusst, dass dieser Wagen im Bezug auf die Türen wie auch auf die Farbe nicht in unseren Pendel passt. Deshalb ist die Wahl für die langfristige Erhaltung auf den B 218 gefallen, der B 458 dient als Materialspender.
Die Drehgestelle und die Gleitschutzanlage des B458 wurden für den B218 verwendet und der Wagen somit ausser Betrieb genommen. Nach Entnahme der noch benötigten Teile wird der Wagen voraussichtlich dem Abbruch zugeführt.

Interessierte Vereine oder Privatpersonen (Vereine erhalten Vorrang) können sich bei uns melden wenn sie Interesse an Bauteilen haben.

Technische Daten:

Fahrzeugtyp: B- EWI KlB
NVR-Fahrzeugnummer: CH-VPM 50 85 20-35 458-2

interne Fahrzeugnummer: 458
Baujahr: 1960
Hersteller: Schindler Waggons, Schlieren (SWS)
Gewicht leer: 32t
Gewicht voll: 36t
Bremsgewicht: 0t
Bremsen: Handspindelbremse auf ein Drehgestell
Länge über Puffer: 23.7m
Drehzapfenabstand:17.5m
Drehgestell Achsstand: 2.7m
Zugreihe R zugelassen
max. Geschwindigkeit: 140km/h
Sitzplätze 1. Klasse: 0
Sitzplätze 2. Klasse: 80
1 WC vorhanden
Warmluftheizung mit Elektronischer Temperaturregelung (WAKR- Steuerung)
Weitere Ausrüstung: Speise- und Hauptleitung für Druckluft, UIC-Kabel (Tüschliessung, Beleuchtung und Audiosignale), Vielfachsteuerung IIId, Belegung BLS, Zugsammelschiene 1000VAC 16,7Hz.
Spezialität: Der Wagen wurde für den Einsatz in unbegleiteten Zügen mit Aussenbündigen Aussenschwingtüren umgebaut. 



Technischer Beschrieb:
Mechanik: Der Wagenkasten ist in selbsttragender Bauweise erstellt und ruht beidseitig auf je einem zweiachsigen Drehgestell. Diese sind sowohl primär- wie auch sekundärseitig mit Schraubenfedern ausgerüstet. Über den Drehgestellen sind die Plattformen angeordnet, auf welchen Seiten jeweils wiederum total 4 Einstiegtüren in doppelter Aussenschwingbauart vorhanden sind. Zwischen der Einstiegsplattform und dem Wagenübergang (mit Gummiwulst) sind auf der Seite 1 ein WC, ansonsten Stauraum vorhanden. Zwischen den Plattformen sind die Abteile zweiter Klasse in konvenitoneller 2+2-Anordnung mit Längsgepäckträgern.

Elektrik: Ab Zugsheizleitung 1000VAC wird Energie für die Batterieladung und die Heizregister der Warmluftheizung abgenommen. Ebenfalls ist hier der Heiztrafo angeschlossen, welche zwei weitere Kreise speist: Die Zuluftventilatoren mit 220VAC und die Steuerung der Warmluftheizung mit 36VDC. Weiter ist über das Nullspannungsrelais die Zusatzlüftung ab Batterie gespiesen. Die Steuerung der Heiz- und Lüftungsbauteile erfolgt über eine elektronische Steuerung System BBC- WAKR.
Die übrigen Steuerungen (Zusatzlüftung, Türen, Beleuchtung und Lautsprecher) werden mit 36VDC ab Batterie bzw. 42 VDC ab Batterieladegerät gespiesen.

Pneumatik: Es ist die Türbetätigung an der Speiseleitung über einen Druckregler mit 5 Bar angeschlossen.

Typenskizze hier klicken.

Lebenslauf (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
 1960: Ablieferung durch Schindler Waggon Schlieren (SWS) als B4ü 842
1969: Umnummerierung in B 50 63 20-33 811
1997: Umbau auf Aussenbündige Türen und Umnummerierung in B 50 63 20-33 721
2009: Umnummerierung in B 50 85 20-35 458-2
30.11.2015: Physische Übernahme durch VPM in Bern Aebimatte
25.01.2016: offizielles Übernahmedatum im NVR durch VPM, Bezeichnung als B 458 unter Beibehaltung der UIC-Nummer

17.06.2017: letzter öffentlicher Einsatz anlässlich der Sommerfahrt nach Domodossola
02.09.2017: Beginn Ersatzteilentnahme für Aufarbeitung des B 218

Steuerwagen ex EBT-ABt 301 (ausser Betrieb)

Als letzter Hinterbliebener des Original- Pendels, welcher seinerzeit zu unseren Anfängen führte, ist der ABt 301 der ehemaligen EBT bzw. RM bei uns im Bestand.
Aus verschiedenen Gründen (Revisionsfälligkeit, teilweise fehlende Zugsicherung sowie Asbesthaltige Isolationen) ist dieser Wagen jedoch nicht betriebsfähig abgestellt. Zur Zeit dient er uns als Materiallager und auch schon als Ersatzteilspender.
Seine Zukunft ist ungewiss, vermutlich droht ihm leider irgendwann die Verschrottung. Sollten sich jedoch edle Spender finden, die bereit sind seine Aufarbeitung zu finanzieren, so sind wir sicher die letzten, die uns dagegen wehren.
Doch leider sind dies nach wie vor Träume...

Typenskizze VHB-ABt (baugleich) hier klicken.

1965: Inbetriebnahme als ABt 301
1991: Umnummerierung in ABt 38-33 901
1997: Umnummerierung in ABt 38-33 950
2003: Ausrangierung durch die RM
2008: Übernahme durch VPM, Nummer 38-03 159-0, dient seither als Materiallager



Steuerwagen ABt 202 EBT

Der ABt 202 ist, wie sein Name bereits sagt ein Wagen zum Steuern. Oder anders gesagt ein normaler Zwischenwagen, welcher jedoch auf einer Seite einen Führerstand anstelle der üblichen Plattform eingebaut hat. Von hier aus kann ein oder mehrere verwandte Triebfahrzeuge ferngesteuert werden. Hierzu ist durch den ganzen Zug die sogenannte Vielfachsteuerung eingebaut. Der ganz grosse Vorteil in diesem Fahrzeuge liegt darin, dass, sofern er auf einer Seite mit Führerstand zum Zugsende eingereiht ist, einen Pendelzug gebildet werden kann. Dies erlaubt nun, Fahrrichtungswechsel zu vollziehen ohne aufwendige Rangiermanöver. Nach einem Führerstandswechsel kann also mit unserem Zug dank dem ABt innert wenigen Minuten in die andere Fahrrichtung gefahren werden.
Unser ABt wurde durch uns im Jahre 2010 im Huttwiler Depot rostsaniert und hernach durch einen Carrosserie- Lackierer neu lackiert. Auf Anraten eines Vereinsmitgliedes und Aufgrund unserer damals noch nicht eindeutig definierten Stossrichtung bezüglich Fahrzeugdesign erhiehlt der ABt bei dieser Gelegenheit ein wohl einmalies Farbkleid: Das Grün ist einiges heller (Versuchsfarbe der SOB) und die Türen goldig gespritzt (in Anlehnung an die in Gold eloxierten Türen der Zwischenwagen B 218 und 227).

Beachten Sie bitte auch den Artikel bei Historic Schlieren, welcher zudem mit historischen Bildern aus der Fertigung bei der Schweizerischen Waggons- und Aufzügefabrik Schlieren (SWS) aufwartet!

Technische Daten:

Fahrzeugtyp: ABt
NVR-Fahrzeugnummer: CH-VPM 55 85 80-35 148-1
interne Fahrzeugnummer: 202
Baujahr: 1966
Hersteller: Schindler Waggon Schlieren (SWS), Brown Boveri Cie (BBC)
Gewicht leer: 33t
Gewicht voll: 36t
Bremsgewicht: 44t
Bremsen: Oerlikoner P-Bremse mit O-Bremsstufe und direkte Fahrzeugbremse (ein Gestänge pro Drehgestell), Handspindelbremse auf ein Drehgestell
Länge über Puffer: 24.03m
Mitte Drehgestelle: 17.5m
Drehgestell Achsstand: 2.7m
Zugreihe R zugelassen
max. Geschwindigkeit: 140km/h
Sitzplätze 1. Klasse: 24
Sitzplätze 2. Klasse: 31
1 WC vorhanden
Warmluftheizung mit Mikroprozessorgesteuerter Temperaturregelung und manuell gesteuerter Zusatzlüftung.
Ein Führerstand vorhanden
Weitere Ausrüstung: Speise- und Hauptleitung für Druckluft, UIC-Kabel (Tüschliessung, Beleuchtung und Audiosignale), Vielfachsteuerung IIId, Belegung SOB, Zusatz VPM, Zugsammelschiene 1000VAC 16,7Hz.



Technischer Beschrieb:
Mechanik: Der Wagenkasten ist in selbsttragender Bauweise erstellt und ruht beidseitig beidseitig auf je einem zweiachsigen Drehgestell. Diese sind sowohl primär- wie auch sekundärseitig mit Schraubenfedern ausgerüstet. Über den Drehgestellen sind die Plattformen angeordnet, auf welchen Seiten jeweils wiederum total 4 Einstiegtüren in Doppeldrehbauart vorhanden sind. Zwischen der Einstiegsplattform und dem Wagenübergang (mit Gummiwulst) sind auf der Seite 1 ein Führerstand, ansonsten Stauraum vorhanden. In der Wagenmitte st ein kleiner Vorraum und das WC angeordnet. Im Abteil Seite 1 befindet sich die grosszügig gestaltete erste Klasse in 2+1- Anordnung, in der anderen Wagenhälfte die zweite Klasse in konvenioneller Anordnung mit Längsgepäckträgern.

Elektrik: Ab Zugsheizleitung 1000VAC wird Energie für die Batterieladung und die Heizregister der Warmluftheizung abgenommen. Ebenfalls ist hier der Heiztrafo angeschlossen, welche zwei weitere Kreise speist: Die Zuluftventilatoren mit 220VAC und die Steuerung der Warmluftheizung mit 72VDC.
Die übrigen Steuerungen (Zusatzlüftung, Türen, Beleuchtung und Lautsprecher) werden mit 36VDC ab Batterie bzw. 42 VDC ab Batterieladegerät gespiesen.

Pneumatik: Nebst der Bremsanlage ist die Türschliessung an der Speiseleitung über einen Druckregler mit 5 Bar angeschlossen. Im Führerstand werden zudem noch die Rücksehspiegel und die Scheibenwischer pneumatisch betrieben.

Typenskizze hier klicken.

Lebenslauf (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
1966: Inbetriebsetzung bei den SOB als ABt 202
?: Umnummerierung zu ABt 50 48 39-35 148-4
20.12.2007: Übernahme durch VPM
04.09.2010: Kastenrevision und Neulackierung in Huttwil durch VPM
08.04.2014: Umnummerierung zu ABt 55 85 80-35 148-1 und Registrierung im NVR (Fahrzeugnummer durch BAV zugeteilt)
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c/o Dänu Führer
Feldmühlestrasse 16
6010 Kriens
Email: info@pendelzug-mirage.ch 

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